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Mittwoch |
Ich darf meine Sehnsucht nach
dem Kind in mir wahrnehmen
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Ist Angst zu einer Volkskrankheit geworden? fragte gestern der Fernsehansager im Blick auf die vielen Wünsche für ein offenes Gespräch mit dem Thema "Angst". Haben wir es in der Ex-DDR in 40 Jahren Abgesichertheit verlernt, daß das Leben auch Risiken in sich birgt und daß der Mensch lernen muß, mit solchen Risiken zu leben?zurückSehr bald nach der Wende wurde mir persönlich bewußt, daß Freiheit nicht nur eine Chance, auch nicht nur eine Gefahr bedeutet, sondern eine neue Möglichkeit, Vertrauen ganz neu zu lernen.
Wie stark aber der Wunsch im Menschen liegt, sich abzusichern, sich zu schützen, die eigene Verantwortung mit ihren Risiken abgeben zu können, das führen uns heute in zunehmendem Maße die steigenden Zahlen fundamentalistischer Bewegungen deutlich vor Augen.
Der Wunsch nach Geborgenheit, nach Absicherung, nach Angstlosigkeit ist ein legitimer Wunsch des Menschen. Er ist tief in jedem von uns verborgen. Es ist der Wunsch des Kindes nach der schützenden und führenden Hand des Vaters in unbekannten Situationen - nach dem bergenden Schoß der Mutter in angstgefüllten Minuten oder Stunden.
Ich suche in meiner Erinnerung, wo ich einmal in einer schwierigen Situation eine warme, bergende Hand erfassen durfte - und rufe mir dieses Erleben lebendig in meine Seele. Ich fühle die Wärme der Hand - und ich fühle, was dabei in mir geschieht...zurückSo darf ich in der Vorstellung meine Hand in die bergende Hand Gottes legen und darin ruhen lassen. Wie fühle ich mich dabei?...
Ps 139,9:zurück
"Nähme ich Flügel des Morgenrots und lasse mich nieder am äußersten Meer, auch dort wird deine Hand mich ergreifen und deine Rechte mich fassen."
Auch diese Gebetszeit schließe ich wieder gesammelt und bewußt ab mit den Möglichkeiten, wie sie am Sonntag als Abschluß genannt wurden.zurück