Helmut Mogk - Ein kuzer Blick in sein Leben
Helmut Mogk wurde 1896 in Leipzig geboren als Sohn des Universitätsprofessors Prof.Dr. Eugen Mogk und seiner Frau Margarete geb. Scheer.

Er war der dritte von drei Söhnen.

Schon sehr jung schloss er sich der Wandervogelbewegung an und übernahm dort bald verantwortliche Posten.

Mit 18 Jahren meldete er sich freiwillig - noch als Schüler - zum Krieg, obwohl  seine beiden Brüder schon seit Beginn des Krieges eingezogen waren. Er erlebte die letzten Jahre des Grabenkrieges vor Verdun an der Front mit, bis er kurz vor Ende des Krieges durch eine Granate der eigenen Truppen verwundet wurde.

1925 verheiratete er sich mit Gertrud Lorbeer, die er durch den  Wandervogel kennengelernt hatte und die dann als Oberschullehrerin Deutsch, Geschichte und Englisch unterrichtete..

1928 wurde ihr einziges Kind, ihre Tochter Karin geboren.

1942 wurde die Familie am 4. Dezember, beim ersten großen Bomenangriff auf Leipzig ausgebombt und baute sich unter vielen Mühen ein kleines Haus auf dem Grundstück eines jüdischen Freundes in Threna, dass dieser der Familie Mogk zur Betreuung vor seiner zum Glück gerade noch möglichen Ausreise nach Brasilien anvertraut hatte.

Helmut Mogk hatte  Biologie studiert und war wissenschaftlicher Bibliothekar an der Universitätsbibliothek in Leipzig. Da er nicht Parteimitglied war, einer der ganz wenigen wissenschaftlichen Biliothekare in Leipzig, wurde ihm kein Direktorenposten an einer anderen Universitätsbibliothek angeboten, er blieb als Bibliothekar in Leipzig, bis er 1939 wieder in den Krieg eingezogen wurde. Nach einer Knieverletzung im ersten Kriegswinter 1939/40 verbrachte er zwei Jahre im Lazarett, bis er als kriegsuntauglich entlassen wurde.

Nach 1945 erhielt er dann den Direktorenposten an der Universitätsbibliothek in  Leipzig, wo er einige Jahre arbeiten konnte, bis er auch von der inzwischen mächtig gewordenen SED-Macht seines Postens enthoben und in den Ruhestand versetzt wurde. Er widmete sich mit großer Liebe seinem großen Garten, der mit dem Grundstück verbunden war.

Das Kriegserleben - vor allem im ersten Weltkrieg - war für ihn so entsetzlich, dass er bis zu seinem Tode niemals davon erzählen konnte. In seinen Gedichten suchte er sich wohl den Weg, einige seiner Erfahrungen zu verarbeiten.



[zu den Gedichten vom Helmut Mogk]